Grandlschule

Die Grandlschule

Endlich! Seit Herbst 2014 werden die Schulen an der Grandlstraße (Grundschule und Realschule Blutenburg) den Erfordernissen entsprechend neu errichtet bzw. das historische Schulgebäude saniert. Vorausgegangen waren viele Jahre unermüdlichen Drängens von Eltern, Bürgervereinigung und Mandatsträgern.

Viele Jahre hindurch entsprach die Schulanlage an der Grandlstraße nicht mehr den Anforderungen an einen adäquaten Schulbetrieb. Die Schule war in weiten Teilen sanierungsbedürftig und platzte zudem aus allen Nähten. Über den Zustand wurde regelmäßig im Blutenburger Kurier, der Halbjahresschrift der Bürgervereinigung, berichtet.

Gemeinsam mit den örtlichen Mandatsträgern und den Schulleitungen der Grundschule an der Grandlstraße sowie der Realschule an der Blutenburg drängte die Bürgervereinigung regelmäßig auf eine Sanierung und Erweiterung der Schulanlage. 2012 bestand die Schule an diesem Standort 100 Jahre. Bis dahin sollten erste Maßnahmen erkennbar sein, so der vielfach geäußerte Wunsch. Das Jubiläum verging jedoch ungefeiert.

Im Nachfolgenden einige Eckdaten aus der Historie, die nun doch endlich zum Schulneubau führten.

Mit der Fertigstellung, so eine vielfach geäußerte Forderung, soll auch die Grandlstraße zwischen Schule und Kirche adäquat umgestaltet und verkehrsberuhigt werden.

Mai 2008:
Im Beschluss des Schulausschusses vom 28. Mai 2008 heißt es ausdrücklich, dass die Planungskosten für die Erweiterung der Schulanlage an der Grandlstraße in Investitionsliste 1 enthalten sind. Dies bedeutet, dass die Planungskosten gesichert sind und die Planung nun endlich durchgeführt werden kann. Bedauerlicherweise bleibt der Planungsauftrag über Monate im Münchner Baureferat unbearbeitet liegen. Am 28. Juli 2009 gestehen die Vertreter von Schul- und Baureferat in der Sitzung des Bezirksausschusses, dass bisher mit den Planungen noch nicht begonnen wurde.

November 2009:
Im November 2009 drängt die Stadtratsfraktion der CSU ungeachtet der notwendigen Erweiterung der Schule auf einen Beginn der dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen und die Durchführung eines Architektenwettbewerbs.

September 2010:
Bei der Recherche zur neuen Ausgabe des Blutenburger Kuriers sind weder die Pressestelle des Schulreferats noch die Pressestelle des Baureferats in der Lage, über den aktuellen Planungsstand eine Auskunft zu erteilen. Der amtierende Vorsitzende der Bürgervereinigung, Frieder Vogelsgesang, schreibt daher an den neuen Münchner Stadtschulrat Rainer Schweppe, seit Jahresmitte 2010 im Amt, einen kritischen Brief:

Schreiben an Stadtschulrat Schweppe vom 25.09.2010 (pdf)

Oktober 2010:
Auch den Vertretern der Lokalpresse, mit denen der Vorstand der Bürgervereinigung in engem Kontakt steht, gelingt es nicht, aktuelle Informationen zum Verfahrensstand zu erhalten. Die Überraschung ist groß, als in der Münchner Rathausumschau vom 15. Oktober sehr kurzfristig die Präsentation eines Wettbewerbsergebnisses für Montag, den 18. Oktober angekündigt wird.

18. Oktober 2010:
Präsentation des Wettbewerbsergebnisses
Franz Josef Balmert, Leiter der Hauptabteilung Hochbau im Baureferat, und Robert Schreiner, Leiter des Zentralen Immobilienmanagements im Schul- und Kultusreferat, stellten einen Tag vor der Obermenzinger Bürgerversammlung in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz das Ergebnis eines Auswahlverfahrens für die Erweiterung der Grandlschule vor. Im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens wurden von sechs Architekturbüros Skizzenplanungen erarbeitet. Gewonnen hat das Büro Auer + Weber + Assoziierte aus München. Der Baubeginn sei für 2013 angestrebt.
Wenn alles gut läuft, so Balmert, könne die Erweiterung 2016 bezogen werden. Dies sei jedoch ein "sehr ehrgeiziger Zeitplan". Balmert fasste die Präsentation abschließend zusammen: "Ein wichtiger Schritt ist getan und jetzt ist es nicht mehr aufzuhalten."

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Realschulrektor Karl Königsbauer (links) und Rektorin Christina Huber begutachten den Entwurf des Büros Auer + Weber + Assoziierte gemeinsam mit Frieder Vogelsgesang, Vorsitzender der Bürgervereinigung Obermenzing e.V., am Modell.
Foto: Ulrike Seiffert.

19.10.2010
Bürgerversammlung
Der Vorsitzende der Bürgervereinigung beklagt im Rahmen der Bürgerversammlung die mangelhafte Informationspolitik der städtischen Referate und beantragt eine zügige Weiterführung der Baumaßnahme.

Antrag Grandlschule (pdf)

April 2011:
Aus dem Münchner Baureferat erreicht uns über das Architekturbüro Auer + Weber die Mitteilung, dass nach Abschluss der notwendigen Vergabeverfahren nun ein Großteil der Fachingenieurbüros feststeht. Demnächst, so heißt es, werde zum Startgespräch eingeladen

September 2011:
Das Baureferat bestätigt, dass die Vorplanungen in Bearbeitung sind und beabsichtigt eine Projektpräsentation im Bezirksausschuss noch im Herbst 2011 - vorausgesetzt das federführende Schulreferat vereinbart einen Termin. Gegenüber dem ursprünglichen Wettbewerbsentwurf wird es voraussichtlich aufgrund geänderter Anforderungen Anpassungen geben.

März 2012:
Der Bezirksausschuss beschließt auf Anregung des Baureferats, dass die künftige temporäre Containeranlage zur Auslagerung der Schulen nicht auf dem benachbarten Sportgelände, sondern im Durchblick-Park neben dem Pfarrkindergarten errichtet wird.

August 2012:
Zur Kompensierung des starken Schülerandrangs der Grundschule im kommenden Schuljahr werden im Pausenhof Mietcontainer für zwei Schulklassen errichtet.

Oktober 2012:
Die Arbeiten zur Errichtung eines ersten Bauabschnitts der Mobilen Schulraumeinheit im Durchblickpark beginnen.

Oktober 2013:
Die Vollversammlung des Münchner Stadtrats stimmt den Baumaßnahmen für das Schulzentrum an der Grandlstraße zu. Veranschlagt sind insgesamt über 83 Mio. Euro.

September 2014:
Das Ausweichquartier ist fertig gestellt. Die Grundschule bezieht die neue Containerschule neben der Pfarrkirche.

November 2014:
In den chulcontainern werden erhöhte Formaldehyd-Werte gemessen. Die Informationspolitik des Münchner Schulreferats ist in den Folgemonaten katastrophal. Eltern werden nur unzureichend informiert, der örtliche Bezirksausschuss wird zu Informationsveranstaltungen gar nicht erst eingeladen und bezieht sein Wissen aus der Presse und Gesprächen mit der Elternschaft.

18. März 2015:
Informationsveranstaltung zu Formaldehyd-Messungen und getroffenen Maßnahmen.